Bengalen vom Hokland

Katze alleine halten: Nur halb so schön wie zu zweit

Respekt vor Katzen ist der Anfang jeglichen Sinnes für Ästhetik.

Erasmus Darwin

 

 

Eine Katze alleine halten zu wollen, hat viele Nachteile, vor allem für das Tier: Katzen sind gesellig und, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine Einzelgänger. Selbst, wenn sie eine enge Beziehung zu ihrem Menschen aufbauen, kann dieser ihnen einen Artgenossen nicht ersetzen.Katze alleine halten: Bitte nur im Ausnahmefall

Dass Katzen ihrem Jagdtrieb gern allein nachgehen, heißt nicht, dass sie Einzelgänger sind. Sie putzen sich gegenseitig, kuscheln und spielen miteinander, fressen Kopf an Kopf und leisten sich Gesellschaft, während ihre Besitzer nicht da sind - kurz gesagt: Der Mensch ist für eine Katze nicht dasselbe wie ein Artgenosse. In Einzelhaltung wird sie spätestens dann einsam und traurig, wenn ihre Besitzer bei der Arbeit sind – die Haltung von zwei gut harmonierenden Samtpfoten ist deshalb einfach artgerechter.

Wichtig: Die Katzen müssen zueinanderpassen

 

So sozial Katzen auch sind: Sie können auch das Gegenteil beweisen, wenn sie nicht zueinanderpassen. Im Hinblick auf Charakter, Temperament und Statur gibt es große Unterschiede bei Katzen, die zu ungünstigen Konstellationen führen können. Typ und Alter spielen dabei eine wichtige Rolle.Tendenziell ist es eine gute Idee, sich von Anfang an zwei Kitten anzuschaffen, die sich schon im Wurf besonders gut verstanden haben. Vielleicht hat der Züchter ja ein Paar im Auge, das wunderbar miteinander harmoniert, und kann Ihnen bei der Auswahl helfen. Auch er wird ihnen wahrscheinlich von der Einzelhaltung abraten.

Katze alleine halten: Nur in Ausnahmen

 

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, in denen Sie eine Katze allein halten müssen: Manche Vierbeiner sind weniger auf das soziale Zusammenleben geprägt, als andere. Zum Beispiel, weil sie zu früh abgegeben   

und von ihrer Katzenmutter getrennt wurden, sodass ihnen die wichtige Zeit fehlt, in der sie noch mit ihren Geschwistern gespielt, gejagt und herumgetobt hätten. 

  

Wenn Sie eine Katze alleine halten, kann es außerdem sein, dass sie sich daran gewöhnt und ihre sozialen Kompetenzen verlernt. Eine solche Katze wieder an eine zweite Katze zu gewöhnen, ist schwierig. Dass Katzen dagegen wirklich als Einzelgänger geboren werden, kommt selten vor – hält man sie trotzdem allein, kann es sein, dass man ihr die Chance auf ein artgerechtes Zusammenleben für immer nimmt.  


  

Die Wohnung als Lebensraum Wenn Sie Ihre Katzen ausschließlich in der Wohnung halten, müssen Sie sich mitunter anhören, das sei nicht artgerecht und entspreche nicht der Natur der Katze als Jägerin, die durch Wälder und Wiesen streifen möchte, um Beute zu machen.  

Ideale Verhältnisse für ein glückliches, freies Katzenleben sind nicht oft zu finden. Nicht viele Katzenfreunde können ihrem Liebling ein sorgenfreies Paradies bieten fernab von Gefahren unserer Zivilisation. Es liegt in der Verantwortung ihrer Besitzer, Katzen einen Lebensraum so zu gestalten, dass er deren Bedürfnissen entspricht. Mit Kenntnissen um die Natur der Katzen und ein bisschen Aufwand für Ihr Tier ist das auch in einer Wohnung möglich.  

Wenn der Mensch der Katze sie schlecht behandelt oder vernachlässigt, hat eine freilebende Katze immer die Möglichkeit, sich ein neues Zuhause zu suchen. Die Wohnungskatze ist Ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Das ergibt die besondere Verantwortung, den Lebensraum Wohnung für die Katze so zu gestalten, dass sie sich ihrer Art entsprechend entfalten kann.  

Raumanspruch Wenn sie trotz kleiner Wohnung nicht auf die Gesellschaft eines schnurrenden Mitbewohners verzichten möchten, bleibt die Möglichkeit, Ihre Bleibe für den kletternden Freund in die dritte Dimension zu erweitern. Regale, Schränke und Klettermöbel erweitern die Bewegungs-möglichkeiten enorm. Viel mehr Platz als in der Wohnung braucht Ihre Katze jedoch ohnehin in Ihrem Herzen.  

Glückliche Wohnungskatze Eine Wohnungskatze, die das Leben in der Natur nie kennen gelernt hat, kann es auch nicht vermissen. Unter ihrem kuscheligen Pelz aber schlummern Jahrtausende alte Instinkte, deren wir Rechnung tragen müssen, damit unser kleiner Leo auch ohne Auslauf glücklich ist.  

Auf das Temperament kommt es an Das Äußere einer Katze sollte einem schon gefallen, doch gerade Wohnungskatzen sollte man nicht nur nach der Optik aussuchen. So unterschiedlich wie Menschen und Katzen sind die Beziehungen zueinander. Es gibt Ihre Traumkatze. Lassen Sie sich Zeit, sie zu finden.  

Eine, zwei – oder viele? Oft wird gesagt, Katzen seien Einzelgänger. Wenn man aber Katzen im Freien beobachtet, wird schnell deutlich, dass sie eine ganze Reihe sozialer Kontakte pflegen. Zwischen Mensch und Katze kann eine innige, beide Seiten anregende Beziehung entstehen. Es ist aber zutiefst egoistisch, eine Wohnungskatze allein zu halten, um die Bindung zu stärken. Ein Mensch ist nun mal kein Artgenosse. Wenn die zweibeinigen Mitglieder des Haushalts dann noch zum Verdienen des Katzenfutters viele Stunden unterwegs sind, entwickelt eine einzeln gehaltene Katze leicht neurotische Ticks. Deshalb sollte eine Wohnungskatze nach Möglichkeit nicht alleine gehalten werden.  

Die Wohnung katzengerecht einrichten In der Natur finden Katzen jede Menge Beschäftigungsmöglichkeiten und werden sich kaum langweilen. In der Wohnung müssen wir dafür sorgen, dass unser Liebling seinen Ausgang nicht vermissen muss. Spielmöglichkeiten sind wichtiger Bestandteil einer katzengerechten Einrichtung. Überall im Haus kann Mieze Beute machen, wenn Bällchen und Fellmäuse herumliegen. Geheimnisvolle Kartons und raschelnde Dosen laden zum Erkunden ein. Mit etwas Phantasie lassen sich immer neue aufregende Spielsachen erfinden. Wenn Sie eine neue Anschaffung machen, lassen sie diese ruhig einige Zeit herumliegen, denn der neue Geruch ist sehr interessant. Das beste „Spielgerät“ jedoch sind Sie.  

Kletterbäume und Kratzbretter Sie ersetzen den natürlichen Baum im Garten. Hoch oben auf ihrem Aussichtsposten im Kletterbaum beobachtet die Katze ihre Umgebung, springt unversehens herunter, jagt einer imaginären Beute nach oder stürzt sich verspielt auf einen nichtsahnenden Kameraden, um im nächsten Moment mit einem gewagten Satz wieder triumphierend in luftiger Höhe zu hocken. Dann wetzt sie genüsslich ihre Krallen am Stamm und rollt sich in der Baumhöhle zufrieden zusammen. Um diese temperamentvollen Attacken auszuhalten, sollte der Kratzbaum sehr robust sein und sicher stehen.  

Katzensicherer Balkon Selbst wenn Sie die vernünftigste Katze der Welt besitzen, ein ungesicherter Balkon ist lebensgefährlich. Sie können glauben, dass Ihre Katze gar keine Ambitionen hat, Ihr trautes Heim durch einen geschickten Sprung zu verlassen. Doch sie könnte erschreckt werden, während sie gerade auf der Brüstung spaziert, und die Balance verlieren oder einem Schmetterling hinterher jagen, dabei alle Vorsicht vergessen und plötzlich... – die Möglichkeiten sind vielfältig. Die einfachste Möglichkeit, einen Balkon abzusichern, ist ein Katzennetz. Diese gibt es für jeden Balkon fertig zu kaufen.  


  

Der Ein oder Andere von uns stand sicherlich schon vor diesem Problem: Eigentlich möchte ich oder mein Kind gerne eine Katze, aber was kostet mich das? Woher bekomme ich sie? Was benötigt eine Katze für ein glückliches Katzenleben alles? Hier nun die Antworten auf diese Fragen. Die allererste Frage, die man sich stellen sollte, bevor man darüber nachdenkt woher und was für ein Tier man sich holt, ist natürlich ob man überhaupt den Platz und die Zeit dafür hat. Katzen sind zwar meist selbständiger als Hunde, müssen zum Beispiel nicht Gassi gehen. Trotzdem braucht auch eine Katze Aufmerksamkeit, jemanden der dafür sorgt, dass ständig ein Wassernapf gefüllt ist, dass das Katzenklo sauber gehalten wird, dass ab und zu geschmust und natürlich auch gespielt wird. Katzen brauchen Bewegung, müssen rennen und fetzen manchmal (wenn sie ihre fünf Minuten haben) wie angestochen durch die Wohnung. Deshalb sollte man überlegen, ob man einem Tier das bieten kann. Der neue Freund wird sonst sehr schnell unterfordert, langweilt sich und fängt am Ende vielleicht auch an, sich andere Beschäftigungen zu suchen (Blumentöpfe umgraben, mit Einrichtungsgegenständen spielen...) oder im schlimmsten Fall zeigt er seine Unzufriedenheit mit einer gelben Pfütze irgendwo neben der Toilette. Woher bekomme ich eine Katze? Da gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Wenn man gerne eine Rassekatze mit Stammbaum möchte, geht man am Besten natürlich zu einem Züchter. Diese Katzen sind aber meist etwas aufwändiger in der Pflege, anfälliger für Krankheiten und kosten durch die intensive Pflege und hohen Kosten die der Züchter selbst hat auch entsprechend. Die zweite  Lösung: Das Tierheim. In jedem Tierheim sitzen viele viele kleine und große Katzen, die sehnsüchtig auf einen neuen Dosenöffner warten. Die Kosten sind dort geringer als beim Züchter, und die Tiere die dort sein müssen haben es wirklich verdient, wieder ein schönes Zuhause zu bekommen. Eine Katze oder zwei? Hat man sich nun für ein Tier entschieden, steht man vor der nächsten Frage: Ist eine Katze alleine glücklich, oder braucht sie einen Spielgefährten? Eigentlich sind alle Katzen mit einem Spielgefährten glücklicher als alleine. Keine Katze ist von Geburt an Einzelgänger! Dies geschieht meistens durch zu wenig oder gar keinen Sozialkontakt in der Kindheit, sodass die Katze später mit Artgenossen nicht mehr zurecht kommt.  Wenn man sich für eine Katze aus dem Tierheim entscheidet, kann es natürlich schon sein, dass man sich in einen "Kandidaten" verliebt, der seine Artgenossen meidet und lieber alleine ist. Dann kann man natürlich nichts machen und sollte dem Tier auch nicht täglich dem Stress eines Mitbewohners aussetzen. Meine Erfahrung, wenn es um das Aussuchen einer Katze geht, die Katze sucht sich ihre Menschen aus, nicht umgekehrt. Besonders bei jungen Kitten ist es unbedingt notwendig, dass sie genügend Kontakt zu Artgenossen haben. Sie lernen von den "Großen", testen ihre Grenzen aus, balgen sich ordentlich, kuscheln miteinander und machen eben alles das, was Katzen so miteinander machen. Ein Mensch kann dies nie ersetzen. Sollte man also, wie auch immer, zu einem Kitten gelangen, so ein kleines Würmchen bitte nie alleine halten. Es ist für die Katze selbst überhaupt nicht schön und später können deswegen auch diverse Probleme auftreten, wie eben der fehlende Sozialkontakt und damit eine Unverträglichkeit mit anderen Katzen. Hat man nicht die Möglichkeit, einem kleinen Kitten einen Kumpel zu geben, sollte man überlegen, ob man es entweder jemandem gibt, der dies garantieren kann und das Kätzchen dann dort eventuell wieder abholen. Oder aber zu einem Tierschutzverein, einer Auffangstation oder sonstigen Einrichtungen geben, und es von dort nach ein paar Wochen wieder zu sich holen. Katzen suchen sich in Einzelhaltung auch meist einen "Ersatz" zu ihren Artgenossen. Das können dann Hunde, Vögel, irgendwelche Kuscheltiere oder (auch schon gesehen) sogar Bären sein. Der Mensch denkt dann natürlich "ist doch schön, dass sich meine Katze so gut mit meinem Hund versteht.". Klar, die zwei mögen sich bestimmt auch. Sie spielen miteinander, vielleicht fressen sie auch aus einem Napf. Aber die Katze wird mit dem Hund nie so glücklich sein, wie mit ihresgleichen. Abgesehen davon entstehen natürlich auch Verständigungsprobleme - man denke nur an das Schwanzwedeln: Der Hund drückt damit Freude aus, die Katze ihren Unmut. Viel zu oft liest oder hört man auch, dass Katzen oder Kätzchen plötzlich aggressiv werden und ihre Dosenöffner scheinbar völlig grundlos "anfallen". Die meisten wissen dann nicht weiter und der letzte Schritt ist die Katze abzugeben, weil sie zu aggressiv ist. Das liegt jedoch nicht daran, dass Mietz plötzlich bockig oder komisch wird. Sie hat eben niemandem, mit dem sie spielen und balgen kann, also muss der Mensch her. Irgenwo muss die Energie ja hin! Natürlich kann auch ein gestörtes Sozialverhalten (z. B. aufgrund fehlender Sozialkontakte in der Kindheit) Ursache sein. Meist löst ein Spielkamerad aber dieses Problem in kurzer Zeit. Was braucht eine Katze alles? Die am häufigsten gestellte Frage zu diesem Thema ist wohl die, ob eine Katze unbedingt einen Kratzbaum braucht. Unbedingt natürlich nicht. Sie hat ja dann zur Not auch noch diverse Möbel oder Wände an denen sie sich die Krallen wetzen kann. Abgesehen vom eigentlichen Zweck eines Kratzbaumes (wie der Name auch schon verrät) liegen Katzen sehr gerne in erhöhter Position und beobachten alles genau von dort. Und die Höhle ganz unten im Kratzbaum ist ein super Versteck zum Schlafen und Anschleichen. Es spielt dabei keine große Rolle, wie groß oder wie teuer der Kratzbaum ist. Er sollte natürlich der Anzahl der Katzen angepasst sein, eventuell müsste man dann sogar zwei Bäume kaufen. Neben einem Kratzbaum braucht eine Katze natürlich noch Spielzeug. Ein Artgenosse ist zwar das beste Spielzeug, aber der ein oder andere Ball kann natürlich auch nicht schaden. Außerdem hat ja nicht jeder immer Lust zum Spielen, also muss die Mietz sich auch mal selbst beschäftigen können. Weiter sind natürlich Futter- und Wassernapf, Katzentoiletten (am besten pro Katze eine Toilette) und eine Transportbox notwendig. Sonstige Kosten Neben den oben genannten Anschaffungskosten, die bei einem Katzenklo mit ca. 12,00 EUR (einfachste Ausführung), Futternäpfen mit nicht mehr als 10,00 EUR und einer Transportbox von ungefähr 20,00 EUR (Kratzbaum wird hier weggelassen, den den gibt es in allen Preiskategorien) sich noch im Rahmen halten, kommen natürlich auf den zukünftigen Katzenhalter noch weitere Kosten zu. Züchter und Tierheime geben ihre Tiere zwar immer komplett geimpft und in den meisten Fällen auch schon kastriert ab, trotzdem sollte man daran denken, dass die Impfungen jedes Jahr wiederholt werden müssen. Die Katze muss entwurmt werden und natürlich kastiert (soweit noch nicht geschehen). Nicht zu vergessen sind aber auch noch ungeplante Tierarztbesuche, zum Beispiel wenn die Katze krank wird, angefahren (sofern sie nach draußen geht) oder sonstiges. Bei der Kastration lag ich bei Katzen mit 100,00 EUR und bei Kater mit 50,00 EUR wohl noch im unteren Rahmen. Urlaubsvertretung? Auch eine wichtige Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich überhaupt irgendein Tier anschafft. Ist jemand da, der sich um meine Katze kümmern kann, wenn ich mal im Urlaub bin? Oder wenn ich mal ins Krankenhaus müsste? Es muss gesichert sein, dass das Tier weiterhin versorgt wird, auch wenn man ein paar Tage nicht da sein kann. Jemand muss täglich nach dem Tier sehen, sich mit ihm beschäftigen und natürlich die Toilette sauber machen und für genügend Futter und Wasser sorgen. Am besten geeignet wäre hierfür jemand, der den Katzen nicht fremd ist. Die Abwesenheit des eigenen Dosenöffners ist für die anhänglichen Tiere schon schlimm genug, wenn dann noch ein Fremder kommt, der sich um sie kümmern soll, werden viele der Fellnasen wahrscheinlich streiken. Freigänger oder Wohnungskatze? Nicht jeder hat die Möglichkeit, seiner Katze das jagen, rumtollen mit Nachbarskatzen oder einfach nur im Gras in der Sonne liegen unter gesicherten Umständen zu ermöglichen, oder kann es gar nicht bieten.  Am besten wäre natürlich ein großer Garten, keine Straßen in der Nähe, bei denen der Vierbeiner Gefahr läuft, angefahren zu werden. Ist ein Garten vorhanden, kann man diesen natürlich auch mit einem Zaun eingrenzen. Dieser müsste dann allerdings mindestens 1,80 Meter hoch sein und die Enden oben müssten nach innen gebogen werden. Katzen können bekanntlich auch gut klettern, bzw. sehr hoch springen wenn sie wollen. Kann man seinem Minitiger "nur" einen Balkon anbieten, ist das natürlich auch nicht schlecht. Die Katze wird jede Gelegenheit nutzen, Vögel zu beobachten, Fliegen zu fangen oder sich einfach nur zu sonnen. Allerdings muss gesichert sein, dass das Tier nirgends abrutschen oder runterspringen kann. Ein Katzennetz bietet hier ausreichend Schutz. Dieses gibt es in jedem Zooladen. Schlussendlich bleibt es jedem Dosenöffner selbst überlassen, ob er seine Katze den Gefahren eines Freigängers (Autos, Hunde, Revierkämpfe, Krankheiten), aber auch den Vorzügen eines solchen (Spaziergänge mit Kumpels, Mäuse jagen, Fliegen fangen, einfach nur die Gegend erkunden) aussetzen möchte. Kinder und Katzen 

Ein großer Kinderwunsch ist sicherlich irgendwann ein eigenes Haustier. Viele Eltern eigen dazu, ihren Kindern alle Wünsche zu erfüllen, die in ihrer Macht stehen. Der Aufwand für ein Haustier ist im Vergleich natürlich relativ gering.  

Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass Katzen (wie auch alle anderen Tiere) keine Kuscheltiere sind. Meist sind sie sehr eigenständige Tiere, die nur dann zum Kuscheln kommen, wenn sie das selbst wollen. Kindern das zu erklären ist meist nicht so einfach. Auch die Tatsache, dass Kinder, wie auch Katzen, älter werden und wachsen spielt eine große Rolle. Ein Kind, dass sich zu seinem zehnten Geburtstag so sehr und schon "seit Jahren" eine Katze gewünscht hat, kann mit elf Jahren schon ganz andere Interessen haben und das Tier ist uninteressant. Nicht zuletzt deswegen, weil die Katze ja auch mitwächst. Natürlich bleibt sie nicht immer so klein und süß wie man sie mit vielleicht 12 Wochen geschenkt bekommen hat. Und mit der Katze wächst die Verantwortung. Eine Katze täglich zu versorgen, sich mit ihr zu beschäftigen, sich um sie kümmern, wenn die krank ist, all das ist wahrscheinlich für manche Kinder nicht selbstverständlich. Man geht lieber mit Freunden raus, ins Kino oder sonstiges.  

Da sich aber trotzdem jemand um das Tier kümmer muss, bleibt diese Aufgabe dann meistens an den Eltern hängen, die ihrem Kind eigentlich nur einen Gefallen tun wollten und selbst eigentlich gar keine Katze wollten.  

Das ist einer von vielen unverständlichen Gründen, weshalb gerade zum Beispiel nach Weihnachten viele Tierheime wieder etwas voller werden. Allergien Eine weitere wichtige Frage, die es zu klären gilt ist, ob eventuell ein Familienmitglied allergisch auf Katzenhaare reagiert. Um das zu testen, sind am Besten Besuche bei Bekannten geeignet, die ebenfalls Katzen haben. Reagiert jemand mit Husten, Augebrennen oder Niesen? Dann sollte man einen Allergietest machen lassen. Ist der neue Mitbewohner erst mal im Haus, fließen garantiert die ein oder anderen Tränen wenn er aus Allergiegründen wieder abgegeben werden muss. Und wohin dann mit dem armen Tier?!  

Es muss also gut überlegt sein, ob man wirklich, aus allen oben genannten Gründen, "in der Lage ist", einer Katze ein schönes Leben zu ermöglichen. Falls nicht, sollte man sich entweder für ein anderes Haustier entscheiden, oder den Gedanken ganz verwerfen. Im Sinne des Tieres.